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Schulen wird empfohlen, nur evidenzbasierte Luftreinigung in Innenräumen anzuwenden

20. Juli 2021 – 4 Min.

Viele freuen sich über auf den Präsenzunterricht im Studienjahr 2021/2022. Da es mittlerweile bewiesen ist, dass in der Luft befindliche Aerosole das Coronavirus übertragen, weißt die World Health Organization (WHO) darauf hin, dass Oberflächenreinigung und Händedesinfektion in Innenräumen keinen ausreichenden Schutz bieten. Daher ist die Verbesserung der Luftqualität in Innenräumen (Indoor Air Quality, IAQ) zur Eindämmung der durch die Luft übertragenen Infektionen in unseren Schulen von größter Bedeutung. Um die Rückkehr in die Klassenzimmer so sicher wie möglich zu gestalten, sind die Schulen dazu angehalten, ihre Gebäude in Bezug auf die allgemeine Gesundheit zu rüsten.

Der Zustand unserer Schulgebäude 

Im April 2021 veröffentlichte die The Lancet COVID-19-Kommission ein Paper mit Kontrollstrategien und Warnungen für Schulen, die die Belüftung und Luftreinigung ihrer Gebäude verbessern möchten. 

Dem Papier zufolge sind Schulgebäude „chronisch unterbelüftet“. Die Kommission berichtet, dass die meisten Schulgebäude nicht einmal die von der American Society of Heating, Refrigeration and Air-Conditioning Engineers (ASHRAE) festgelegten Mindeststandards erfüllen. Schlechte Belüftung in Verbindung mit überfüllten Innenräumen und aerosolerzeugenden Aktivitäten (Sprechen, Singen, Körperliche Betätigung) begünstigt die Übertragung von Viren durch die Luft zusätzlich. 

Die Vorteile einer verbesserten Luftqualität gehen über die Eindämmung von Krankheiten hinaus. Laut der Kommission fördert eine verbesserte Luftqualität auch die allgemeine Gesundheit und die schulischen Leistungen. Zum Beispiel können Allergene in Innenräumen, wie sie häufig in Schulen vorkommen, Asthma auslösen. Asthma im Kindesalter ist eine chronische Kinderkrankheit, an der fast 9 % aller Kinder in den USA leiden. Nach Angaben der „American Lung Association“ (deutsch etwa „Amerikanischer Lungenverband“)ist Asthma eine der Hauptursachen für Schulabwesenheit, was sich wiederum negativ auf die schulischen Leistungen der Kinder auswirkt. 

Strategien zur Eindämmung aerogener Infektionen 

Die Verbesserung der Luftqualität in unseren Schulen ist ein großes Anliegen. Die American Lung Association betont jedoch besonders, dass „Gesundheitsfördernde Maßnahmen zur Eindämmung der durch die Luft übertragenen Infektionskrankheiten unbedingt evidenzbasiert sein müssen“.  

  • Als Orientierungshilfe für Schulen empfiehlt sie fünf Strategien:  
  • Überprüfung der Gebäude und bestehender Lüftungsanlagen
  • Lüftung mit sauberer Außenluft 
  • Verbesserung der Luftreinigungseffizienz des Gebäudes durch nachweislich wirksame Luftreinigungsmaßnahmen wie Filterung.
  • Verwendung tragbarer Luftreiniger mit HEPA-Filterung (High Efficiency Particulate Air), wenn die Möglichkeiten zur Verbesserung der Belüftung und Luftreinigung begrenzt sind.
  • Kombination anderer evidenzbasierter Luftreinigungskonzepte mit den bestehenden Strategien.

Die Implementierung einer gebäudeübergreifenden Lösung kann für viele Schulen problematisch sein. Manche verfügen über veraltete Lüftungsanlagen und es fehlen die Mittel für eine umfassende Systemüberholung. Unter diesen Umständen empfiehlt die American Lung Association tragbare Luftreiniger mit HEPA-Filterung. 

HEPA-Filterung

Dass auch tragbare Luftreiniger mit HEPA-Filterung die Richtlinien erfüllen, ist für viele Schulen eine sehr gute Nachricht. Sie sind einfach zu nutzen und wirtschaftlich rentabel. 

Unter anderem die Centers for Disease Control and Prevention befürworten die Verwendung von tragbaren Luftreinigern mit HEPA-Filterung zur Reduzierung der in der Raumluft befindlichen infektiösen Partikel. 

Um die für die Luftreinigung verantwortlichen Personen bei ihren Entscheidungen zu unterstützen, testete die „Environmental and Modelling Group“ (EMG) der Scientific Advisory Group for Emergencies (SAGE) eine Reihe von tragbaren Luftreinigungstechnologien. Auch sie kamen zu dem Schluss, dass diese Technologie wirksam sein kann. Die Vorteile variierten je nach Technologie, Design, Standort und Wartung des Geräts. 

Im SAGE-Bericht wurde insbesondere darauf hingewiesen, dass HEPA-Filtergeräte auch Partikelgrößen herausfiltern können, die besonders in Bezug auf das Coronavirus relevant sind. Darüber hinaus ist dieses hocheffiziente Filtersystem risikoarm, emissionsfrei und sicher in der Anwendung.

Außerdem wurde festgestellt, dass eine geschlossene, keimtötende UVC-Technologie zusätzliche Wirksamkeit bietet. Mikroorganismen werden nachhaltig unschädlich gemacht, indem ihre RNA bzw. DNA durch die Technologie abgetötet wird. Daher können tragbare Luftreiniger, die eine Kombination aus HEPA-Filterung und keimtötendem UVC-Licht verwenden, in der Luft befindliche infektiöse Partikel einfangen und nachhaltig zerstören. Dies macht dieses System besonders effektiv.

Um einen besseren Überblick über die einzelnen Modelle zu erhalten, rät SAGE, die Hersteller nach Testergebnissen zu fragen, die die Wirksamkeit und Sicherheit des jeweiligen Systems belegen. 

Hinweise 

Das Paper der „COVID-19 Commission“ von The Lancet schließt zwar nicht aus, dass Schulen verschiedene Luftreinigungssysteme in Betracht ziehen können, warnt jedoch vor Systemen, deren Hersteller keinen wissenschaftlichen Beweis für ihre Wirksamkeit vorlegen können. 

Die Kommission rät von der Verwendung von „bipolarer Ionisierung, Plasmasystemen, tragbaren Luftreinigern mit Ionisatoren oder UV, Wasserstoffperoxid oder photokatalytischer Oxidation“ ab. Außerdem wird den Schulen dringend geraten, auf Nebelgeräte und elektrostatische Sprühgeräte zu verzichten. 

Sie begründen dies damit, dass diese Technologien „aufgrund ihrer oft nicht bewiesenen Wirksamkeit sowie der Gefahr, dass sie die Luft durch die Entstehung schädlicher Sekundärschadstoffe verschlechtern, im Allgemeinen als wissenschaftlich weniger vertretbar gelten“.

Dr. Marwa Zaatari, geschätzte Expertin für die Verbesserung der Luftqualität (IAQ) und Mitglied des Board of Directors des U.S. Green Building Council, äußerte sich ebenfalls kritisch. In einem offenen Brief , der sich mit der Verwendung elektronischer Luftreinigungsgeräte in Gebäuden befasst, hat sie Schulen bei der Auswahl von Luftreinigungsgeräten zur Vorsicht geraten. 

Dr. Zaatari sagt, dass sich viele Schulen „auf unvollständige Daten und überzogene Behauptungen verlassen und eine Entscheidung treffen, die zwar gut gemeint, aber dennoch falsch ist“. Sie empfiehlt den Schulen, zur Verbesserung der Luftqualität auf bewährte Technologien zurückzugreifen. „Dazu gehören eine ordnungsgemäß konzipierte und gewartete Belüftung (mechanisch und natürlich), mechanische Filterung (einschließlich tragbarer HEPA-Filtergeräte) und keimtötende UV-Licht-Systeme". 

Die patentierte Technologie von Rensair bietet Bahngesellschaften Luftreinigung mit Krankenhausstandard. Rensair, das von dem dänischen Lüftungsingenieur Henrik Hendriksen entwickelt wurde, ist Partner des britischen NHS (National Health Service) und genießt in skandinavischen Krankenhäusern seit mehr als einem Jahrzehnt großes Vertrauen. SAGE-Bericht und die CDC befürworten ebenfalls die Verwendung von HEPA-Filtern, um die Übertragung von Viren über die Luft zu verringern. 

In den Schulen freut man sich, wenn Präsenzunterricht wieder abgehalten werden kann. Nach Ansicht von Experten ist es jedoch von größter Wichtigkeit, dass dieser unter angemessenen Sicherheitsmaßnahmen stattfindet. Die Einführung wirksamer bautechnischer Strategien zur Eindämmung aerogener Infektionskrankheiten kann langfristige Vorteile bieten, die über die COVID-19-Pandemie hinausgehen.

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