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Sollte saubere Luft als Grundrecht für alle Angestellten gelten?

19. August 2021 – 5 Min

Wenn Länder nach der COVID-19-Pandemie wirtschaftlich wieder auf die Beine kommen sollen, braucht es Arbeitnehmende, die ins Büro zurückkehren. 

Viele vermuten, dass die Zukunft der Arbeit anders aussehen wird, da sich Arbeitnehmende nun ein ausgewogeneres Verhältnis von Büro- und Heimarbeit wünschen. Das mag zwar sein, aber einige Arbeitgeber werden auf einem gewissen Maß an physischer Anwesenheit bestehen; nicht nur künftiges Wachstum und Wohlstand hängen davon ab. Wie Apple-CEO Tim Cook kürzlich sagte, gibt es einige Dinge, die selbst Videokonferenzen nicht ersetzen können.

Arbeitnehmer fordern saubere Luft

Es gibt jedoch Anzeichen für die Besorgnis der Mitarbeitenden, nicht nur der Apple-Belegschaft. Einige sorgen sich um Gesundheit und Sicherheit, während andere sich an das Arbeiten aus der Ferne gewöhnt haben, es sogar bevorzugen und sich produktiver fühlen. Arbeitgebende können vernünftigerweise mit den Vorteilen der Arbeit im Büro und der Innovation und Kreativität argumentieren, die sich aus der Anwesenheit mehrerer Menschen im selben Raum ergeben. Aber es ist nicht so einfach, Befürchtungen bezüglich der eigenen Gesundheit zu zerstreuen.

Die Mitarbeitenden möchten unter Umständen erfahren, welche Maßnahmen zu ihrer Sicherheit getroffen werden. Sie kennen vielleicht den Standpunkt der Weltgesundheitsorganisation (WHO), laut dem die Übertragung über die Luft und nicht über kontaminierte Oberflächen das größte Infektionsrisiko darstellt. Diese Besorgnis wird nun durch die Nachricht verstärkt, dass neue COVID-Varianten 40 % ansteckender sein sollen. 

Meinungen und Einstellungen ändern sich, und so wie die Menschen sauberes Wasser aus dem Wasserhahn erwarten, so erwarten sie sie auch saubere Atemluft. Und dies ist mehr als nur eine Erwartungshaltung, es ist ein grundlegendes Recht der Beschäftigten!

Derzeit gibt es die (noch) nicht gesetzlich vorgeschrieben Leitlinien der WHO und des britischen SAGE-Ausschusses. Wenn die Luftqualität am Arbeitsplatz von den empfohlenen Werten abweicht, kann dieses Problem leicht durch den Einsatz von tragbaren Luftreinigern nach Krankenhausstandards als Ergänzung zu den bestehenden Lüftungssystemen behoben werden. 

Auf die Technologie kommt es an

Bei der Fülle von Luftreinigungsgeräten auf dem Markt kann die Auswahl zum Minenfeld werden. Deshalb hat der britische SAGE-Ausschuss erneut zwei klare Empfehlungen ausgesprochen. Erstens wird dort auf Luftreiniger mit subtraktiven Technologien gesetzt, insbesondere faserförmige Filtration (HEPA) und keimtötende UV-Bestrahlung (UVC), die COVID-19-Viren ohne Nebenwirkungen aus der Raumluft entfernen und abtöten sollen. Zweitens wird betont, wie wichtig unabhängige Labortests bei der Auswahl eines geeigneten Luftreinigungsgeräts sind.

SAGE weist auch darauf hin, dass für additive Technologien, die der Luft Bestandteile hinzufügen, um bestimmte Partikel zu entfernen, Mikroorganismen unwirksam zu machen und/oder mit chemischen Verunreinigungen zu reagieren, nur eine begrenzte Evidenzbasis einer Wirksamkeit gegen SARS-CoV-2 vorliegt. Solche Technologien – einschließlich Ionisatoren, Plasma, chemischer Oxidation, photokatalytischer Oxidation und elektrostatischer Abscheidung – können außerdem unerwünschte chemische Nebenprodukte erzeugen, die zu gesundheitlichen Problemen wie Reizungen der Atemwege oder Haut führen können. Diese Geräte werden daher nicht empfohlen, es sei denn, ihre Sicherheit und Wirksamkeit kann durch einschlägige Testergebnisse eindeutig und wissenschaftlich nachgewiesen werden.

Haltung der Regierung zeichnet sich ab

Eine neue Studie über infektionsresistente Umgebungen wurde von der Royal Academy of Engineering und ihren Partnern im National Engineering Policy Centre veröffentlicht. Im Auftrag des leitenden wissenschaftlichen Beraters der britischen Regierung, Sir Patrick Vallance, wird darin eine bessere Belüftung und Luftreinigung von öffentlichen Räumen gefordert, um die Übertragung von COVID-19 und sonstigen Viren zu verhindern. Wie SAGE stellt auch der Bericht fest, dass eine Luftreinigung mit HEPA-Filtern (High Efficiency Particle Air) und keimtötendem UVC-Licht das Infektionsrisiko an Orten, an denen eine gute Belüftung nur schwer zu erreichen ist, wirksam verringern kann. Der Bericht unterstreicht außerdem die Notwendigkeit neuer Vorschriften und rät den Anwendenden, die Behauptungen der Hersteller kritisch zu überprüfen und Belege für diese zu suchen.

Der Bericht der britischen Chartered Institution of Building Services Engineers (CIBSE) vom Juli 2021 über Luftreinigungstechnologien kommt zu demselben Schluss und zitiert neben SAGE auch die WHO, die US Centers for Disease Control and Prevention (CDC) und die Federation of European Heating, Ventilation and Air Conditioning Associations (REHVA).

Die Politik meldet sich zu Wort

Am Sonntag, den 18. Juli, trat der britische Schattengesundheitsminister Jonathan Ashworth in der Andrew Marr Show der BBC auf und forderte die Regierung dazu auf, Büros und Schulen Zuschüsse für die Installation von HEPA-Filtersystemen zu gewähren. Er wies zu Recht darauf hin, dass „einige dieser Filteranlagen relativ diskret“ seien und eine wirksame Vorsichtsmaßnahme gegen das Risiko einer Übertragung von COVID-19 darstellten. Er wies auch darauf hin, dass sie erschwinglich seien, und schlug vor, dass sie in den Sommerferien in jeder Schule installiert werden könnten.  

ROI – harte Vorteile

Tragbare HEPA-Luftreiniger kosten in der Tat nur einen Bruchteil der Preise integrierter HLK-Systeme und können sofort und ohne Verzögerungen installiert werden. Außerdem bieten sie einen Mehrwert, da sie nicht nur Viren wie COVID-19, sondern auch Bakterien, Allergene, Schimmelsporen und toxische Fahrzeug- sowie Rußpartikel abfangen. 

Die Rentabilität der Investition geht weit über das Offensichtliche hinaus. Der Energieverbrauch ist vergleichbar mit dem eines Kühl- und Gefrierschranks, und die Konzentration auf saubere Luft anstelle von Frischluft kann die Stromrechnungen tatsächlich senken (ebenso wie den Zustrom von verschmutzter Außenluft). Im Winter muss einströmende Außenluft beheizt werden, aber mit einer effektiven Luftreinigung kann die Zufuhr von frischer Außenluft reduziert werden, wodurch Lüftungs- und Heizkosten gespart werden. Im Sommer bedeutet weniger Frischluft auch weniger Energie für Belüftung und Klimatisierung.  

ROI – weiche Vorteile

Neben den greifbaren Kostenvorteilen sollten auch die weniger greifbaren Produktivitätsvorteile sauberer Luft nicht unterschätzt werden. Die folgenden Behauptungen sind nicht nur Schlagworte, sondern stammen aus angesehenen Quellen:

  • Philips-Stiftung und Universität Manchester: BeiBei einer um 20 % geringeren Luftverschmutzung im Klassenzimmer kann die Entwicklung des Arbeitsgedächtnisses von Kindern um 6 % verbessert werden.  
  • National Oceanic and Atmospheric Administration:In den USA entstehen durch schlechte Luftqualität krankheitsbedingte Kosten in Höhe von 150 Milliarden Dollar pro Jahr. Davon entfallen 93 Mrd. USD auf Produktivitätsverluste aufgrund von Kopfschmerzen, Müdigkeit und Reizungen im Zusammenhang mit dem Sick-Building-Syndrom. 
  • World Green Building Council:Nach der Reinigung der Innenraumluft stellten Arbeitgebende eine Steigerung der Produktivität am Arbeitsplatz um up to 11%
  • Harvard’s Center for Health and the Global Environment: Untersuchungen haben gezeigt, dass sich bei besserer Luftqualität die kognitiven Werte in neun Funktionsbereichen, darunter Krisenreaktion, Strategie und konzentriertes Aktivitätsniveau, um 61 % erhöhten.

Das CIPD rät Unternehmen, sich mit Mitarbeitenden über die Rückkehr an den Arbeitsplatz zu beraten und vorgeschlagene neue Vorkehrungen zum Infektionsschutz zu diskutieren. Da die Argumente für eine kontinuierliche Fernarbeit immer stärker werden, ist saubere Luft ein Thema, das leicht abgehakt werden kann und Arbeitgebenden die Zuversicht gibt, vom Homeoffice auf hybrides Arbeiten umzusteigen, wenn nicht sogar gänzlich ins Büro zurückzukehren.  

Mit tragbaren Luftreinigern können Arbeitgebende das Menschenrecht ihrer Arbeitnehmenden auf saubere Luft anerkennen, sie ermutigen, ins Büro zurückzukehren, und die Wirtschaft des Landes wieder in Schwung bringen.


Von Edward Ballsdon, Mitgründer und Geschäftsführer von Rensair, veröffentlicht in Work In Mind.

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