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Es ist an der Zeit, den Rückstau beim NHS aufzuarbeiten

8. März 2022 – 4 Min.

Das gigantische Ausmaß des Patientenrückstaus wurde durch Omicron noch verschlimmert. Personalmangel ist ein viel diskutiertes Problem. Es gibt aber noch andere Faktoren, die den Patientendurchsatz behindern. Ein weiteres Problem ist unzureichende Belüftung – oder gar keine Belüftung.

Schlechte Belüftung begünstigt Behandlungsrückstau

Belüftung ist für die Infektionskontrolle entscheidend. Strukturelle Unterbelüftung ist jedoch seit langem ein Problem im gesamten NHS (Nationaler Gesundheitsdienst des Vereinigten Königreichs), vor allem aufgrund unzureichender bestehender Belüftungssysteme in älteren Krankenhäusern sowie hohe Kosten und etwaige Unterbrechungen der Nachrüstung.

Wenn eine hochinfektiöse Krankheit die landesweiten Gesundheitseinrichtungen lahmlegt, zeigt schlechte Belüftung ihre direkten Auswirkungen: verringerte Betriebskapazität (um ausreichende Sicherheitsabstände zu ermöglichen) und eine verlängerte Wartezeit zwischen den Behandlungen (um Viruspartikel zu entfernen, insbesondere nach aerosolgenerierenden Tätigkeiten).

Empfohlene Luftaustauschraten weitestgehend nicht umsetzbar

Die Ziele für die Luftreinhaltung im Gesundheitswesen sind anspruchsvoll – und das zu Recht. Die jüngste Roadmap für die Belüftung der WHO sieht 160 l/s/Patient oder 12 ACH vor, wenn aerosolerzeugende Verfahren (AGPs) durchgeführt werden, und 60 l/s/Patient oder 6 ACH in anderen Bereichen wie Krankenstationen.

In einem weiteren Absatz zum Thema Belüftung in den neuesten Leitlinien zur Infektionsprävention und -kontrolle vom Januar 2022 gibt die Regierung 10 l/s/Person als mindeste Belüftungsrate an. Selbst das zu erreichen, ist für viele NHS-Gebäude eine Herausforderung. Unzureichende Belüftung ist nicht die Ausnahme, sondern die Regel. Der Ratschlag der WHO, „eine Reduzierung der maximalen Zimmerbelegung in Betracht zu ziehen, um den Standard von 10 l/Person zu erreichen”, führt zu erheblichen Kapazitätsengpässen in den Krankenhäusern und vergrößert den Rückstau.

Studien über nicht-epidemische Nosokomialinfektionen in Krankenhäusern haben gezeigt, dass10 bis 24 % der Infektionskrankheiten über die Luft verbreitet werden.  Solche Infektionen machen in den Industrieländern 7 % und in den Entwicklungsländern 10 % aus. Zudem verlängern sie die Zeit der einzelnen Krankenhausaufenthalte sowie die Wartelisten in Krankenhäusern.

Wartezeiten nach aerosolgenerierenden Tätigkeiten sorgen für Verzögerungen

Wartezeit bezeichnet hier die Zeit, in der ein Operationsraum nach einem aerosolerzeugenden Verfahren (AGP) leer bleiben muss, um die Beseitigung und/oder den Abbau von in der Luft befindlichen Tröpfchen oder Aerosolen zu ermöglichen. Der Raum muss so lange leer bleiben, dass eine 99,9-prozentige Entfernung in der Luft befindlicher Stoffe erreicht wird.

Ein Anhang zu den Leitlinien der Regierung vom Januar 2022 enthält eine Aktualisierung zu den Wartezeiten nach aerosolgenerierender Tätigkeiten (AGP). Bei 10 oder mehr ACH wird eine Stillstandzeit von 15 Minuten nach der AGP empfohlen. Bei 6 bis 9 ACH erhöht sich diese Ausfallzeit jedoch auf 20 Minuten und bei 1 bis 5 ACH oder bei unbekannter Belüftungsrate auf 30 Minuten. Schlechte Belüftung verlängert die Zeit, in der ein Raum leersteht.

NHS patient backlog

Lückenlose Belüftung

Zur Überbrückung der Lüftungslücke empfiehlt die WHO: „Wenn keine andere (kurzfristige) Strategie möglich ist, sollten Sie den Einsatz eines eigenständigen Luftreinigers mit HEPA-Filtern in Betracht ziehen.” Mobile Luftreiniger sind eine universell einsetzbare Maßnahme zur Infektionskontrolle, so dass gilt: Gesamtlüftung = Außenluftlüftung + tragbare Luftreinigung. Dadurch kann die Raumbelegung erhöht werden und damit die Patientenkapazität erhöht und gleichzeitig das Risiko gemindert werden.

In einem standardmäßigen 30 m3 großen Zahnarztpraxisraum (4x3 m mit normaler Deckenhöhe) würde ein Luftreiniger, der 560 m3 pro Stunde reinigen kann, die Luft 18 Mal pro Stunde wechseln (18 ACH). Das bedeutet, dass Zahnärztinnen und Zahnärzte mit der Pause von 15 Minuten arbeiten können, was den Patientendurchsatz erheblich erhöht.

Klare Richtlinie der SAGE

Der Bericht des SAGE-Komitees vom November 2020 – Potential application of air cleaning devices and personal decontamination to manage transmission of COVID-19 empfiehlt Luftreinigungsgeräte zur Reduzierung der Übertragung über die Luft in schlecht belüfteten Räumen. Er befürwortet subtraktive Technologien (Filtration und direkte Inaktivierung), insbesondere faserförmige Filtration (HEPA) und keimtötende UV-Strahlung (UVC), die in Kombination das Virus einfangen und inaktivieren, als sichere und effektive Technologie. Beachten Sie, dass die Geräte robust und krankenhausgeeignet sein müssen. Außerdem müssen sie über einen ausreichend starken Ventilator verfügen, um die Luft umzuwälzen und eine effektive Reinigung des gesamten Raums zu gewährleisten.

SAGE warnt vor additiven Technologien (deren Technologie auf chemischen Reaktionen beruht), die keinen Wirksamkeitsnachweis erbringen und zu Atemproblemen oder Hautreizungen führen können: Dazu gehören Ionisierung, Plasma und photokatalytische Oxidation.

HEPA und UVC: die beste Kombination

Die Leistung der HEPA-Filterung ist gut dokumentiert. Bei der aktuellen Pandemie erreicht sie eine Wirksamkeit von 99,99 % bei der Filterung der typischen Größe der Covid-Partikel (ca. 0,1 Mikrometer) und der typische Größe der Tröpfchen an Atemflüssigkeit, in der Covid-Viren eingeschlossen sind (ca. 0,5 Mikrometer und mehr).

UVC-Licht bei 254 nm bricht die DNA und RNA in Viren und Bakterien auf, was sie abtötet. Die für die Inaktivierung benötigte Bestrahlungsdosis variiert von Erreger zu Erreger, aber wenn die Partikel auf einem HEPA-Filter festgehalten und einer konstanten und hohen UVC-Bestrahlungsdosis ausgesetzt werden, wird der Filter zu 100 % erfolgreich desinfiziert.

Die praktische Lösung: Mobile Luftreinigung

Schlechte Belüftung ist eine der Hauptursachen für den Rückstau im NHS (Nationaler Gesundheitsdienst des Vereinigten Königreichs). Aber es gibt eine einfache Lösung.

Saubere Luft kann nicht nur die volle Kapazität einer Gesundheitseinrichtung wiederherstellen, sondern auch die Stillstandszeiten verkürzen und dazu beitragen, den Rückstau abzubauen. Der Einsatz von Luftreinigern, anstatt die Lüftungsrate der Lüftungsanlagen zu erhöhen oder die Fenster zu öffnen und die Heizung aufzudrehen, bringt eine beträchtliche Energiekostenersparnis mit sich: genug, um die Investitionskosten für die Geräte in einem relativ kurzen Zeitraum wieder reinzuholen. 

Es ist an der Zeit, den Rückstau beim NHS in den Griff zu bekommen. Lasst uns mit der Luftreinigung beginnen.

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